Bauplanung und Nachhaltigkeitsberatung

Seit über 20 Jahren beschäftige ich mich mit klimapositivem & ökologischem Bauen: Holzbau, Strohballenbau, Lehm- und Kalkputze, sowie dem Baustoffrecycling, von der Vorplanung bis zur Umsetzung von Bauvorhaben. Ich bin Dipl.-Ing.(FH) und M.A. für Architektur. Mein fachliches Profil – Diplom- und Master-Abschluss in Architektur, über 20 Jahre Erfahrung im ökologischen Bauen, mehrjährige Tätigkeit als Geschäftsführer eines Handwerksunternehmens sowie ein bestehendes Netzwerk von Kooperationspartnern in Lüneburg, Wismar und Hamburg bilden die Grundlage meiner Arbeit.  
Meine Zielgruppe sind sowohl interessierte Baufrauen und -herren, als auch Baufirmen und Kollegen, die eine fachliche Unterstützung bei der Umstellung ihres Betriebes hin zu mehr Nachhaltigkeit und klimapositivem Bauen wünschen.     

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Ökologisches und klimapositives Bauen

Für mich bedeutet „ökologisches Bauen“, dass Gebäude während ihrer gesamten Nutzungsdauer einen möglichst geringen negativen Einfluss auf die Umwelt haben. Um dies zu erreichen hat es sich bewährt, die Themen Suffizienz (Sparsamkeit) - Konsistenz (Umweltfreundlichkeit) und Effizienz (niedriger Energieverbrauch) in Entwurf und Ausführung von Bauvorhaben einfließen zu lassen. 

Während der Planung bietet sich an, die Umwelteinflüsse durch eine  Lebenszyklusanalyse (LCA) zu berechnen. Die Berechnung der Klimapositivität bedient sich der gleichen Methode, beschränkt sich aber auf die Herstellungsphase des Gebäudes und dabei auf den das Global Warming Potential GWP. Errechnet wird hierbei, wie viel CO2 bei Herstellung der Baumaterialien und der Errichtung des Gebäudes der Atmosphäre zugeführt oder entzogen wird. Ziel ist, möglichst viel CO2-Äquivalente der Atmosphäre zu entziehen und über möglichst lange Zeit in Gebäude einzulagern.

Das klingt nach viel Theorie und Berechnung, ist aber eigentlich ganz einfach: Materialien mit einem hohen Emissionswerten wie Beton, Stahl und Aluminium sind dabei möglichst zu vermeiden und durch Materialien mit einem hohen Speicherpotential wie Holz, Holzwerkstoffe, Hanf und Stroh ersetzen. Es ist also alles eine Frage der "richtigen" Materialwahl und dazu passenden Konstruktionsweise. So können nicht nur sehr umweltfreundliche, sondern auch wohngesunde Gebäude entstehen.

Beispiel Berechnung der Klimawirksamkeit anhand eines Einfamilienhauses: in Summe können bei der Errichtung eines Beispielhauses (siehe unten) ca.30 Tonnen CO2(Äquivalente) der Atmosphäre entzogen werden. Bei einem vergleichbaren, massiv gebauten Einfamilienhaus werden bei der Errichtung 50 bis 70 Tonnen emittiert, die Differenz beträgt also runde 80 bis 100 Tonnen.

 

Klimapositiv-Diagramm-Prototyp-G104.png

 

Klimapositiv EFH 84/96/104


Weil mich häufig Anfragen zu ökologischen Einfamilienhäusern erreichen, diese aber für beide Seite unwirtschaftlich zu planen sind, habe ich mich entschieden, ein Haus in drei Varianten zu entwickeln. Wichtig war mir dabei: 

  1. so klein wie möglich, aber trotzdem ein richtiges Raumgefühl,
  2. so ökologisch wie möglich, gleichzeitig maximal Klimapositiv (also ein gutes Raumklima und gut für's Klima) und 
  3. maximale Flexibilität im Grundriss, sowie in der Adaption auf verschiedene Standorte.

Herausgekommen sind drei Haustypen, die Aufgrund unterschiedlicher Obergeschoss- oder Dachgeschossgrundrisse und Dachformen 84m², 96m² und 104m² Nutzfläche bieten. Die Erdgeschosse sind bei allen Typen identisch, aber sehr flexibel auf die unterschiedlichen Lebenssituationen anpassbar. Zum Beispiel kann bei Bedarf ein weiteres kleines Zimmer oder größeres barrierefreies Schlafzimmer im Erdgeschoss eingerichtet werden (siehe Schema), das Erdgeschoss ist also auf eine barrierefreie Nutzung vorbereitet. 

Prototyp Schemen ISO VARIANTEN

SUPERKOMPAKT / SPÄCE: trotz der kompakten Ausmaße bietet der Entwurf ein echtes Raumgefühl über zwei Wohnebenen. Das Klimapositiv-Haus ist Minimalistisch und geht äußerst sparsam mit Flächen und Ressourcen um, aber trotz der eng geschnittenen Hülle bietet es ein luftiges Raumerlebnis im Innern.

Beispieldarstellung Variante mit 96m² Wohnfläche

Perspektive KlimapositivHaus Prototyp 96_1 Perspektive KlimapositivHaus Prototyp 96_2 Perspektive KlimapositivHaus Prototyp 96_3

 

FLEXIBEL / ANPASSBAR: Das Erdgeschoss ist auf eine barierrefreie Nutzung vorbereitet (bf ready). Durch drehen und spiegeln kann der Entwurf auf viele Standorte angepasst werden.

Prototyp 96 KlimapositivHaus ANPASSBAR STANDORT.png

Mehr Informationen - unter anderem zu diesem Haus - gibt es hier:

Kontakt / Impressum

Dipl.-Ing. Jan Reinschmidt
Zum Tempel 3
19246 Zarrentin/Boissow
+49 0162 8418290
eMail: jr@stroase.de